Strohernte: So erzeugen Landwirte eine hohe Strohqualität

Sonniges, warmes Wetter, die Ernte mit hochwertigen Traktoren und Pressen sowie eine professionelle Lagerung für den optimalen Reifungsprozess – das sind wichtige Kriterien, um gutes Haferstroh, Weizenstroh und andere Stroharten zu produzieren.

Stroh und Heu – von der Ernte zur richtigen Strohlagerung

Ein kräftiges Hochdruckgebiet mit Sonne und warmen Temperaturen ist entscheidend für eine gute Strohqualität.

Der Grund: Bevor im Hochsommer die Ernte eingefahren wird, müssen sowohl Heu als auch Stroharten wie Gerstenstroh oder Roggenstroh etwa vier Tage auf dem Feld trocknen. Darüber hinaus ist ein einmaliges, sorgfältiges Wenden der Ernte sinnvoll. Erst danach kommt das Heu oder Stroh in eine Rundballenpresse oder Quaderballenpresse, um zu Ballen geformt zu werden.

Zusatz-Info: Quaderballen sind kleine Hochdruck-Ballen (auch HD-Ballen genannt), die sich je nach Bedarf leichter transportieren und lagern lassen.

Ein idealer Reifungsprozess nach der Strohbergung ist in jedem Fall Voraussetzung für gutes Getreidestroh, unabhängig von der Ballenform. Die Strohlagerung muss luftig und trocken erfolgen, um Nässe und Schimmelbildung zu verhindern. Die Restfeuchte des Strohs darf hierbei nicht mehr als 20 Prozent betragen.

Eine offene, aber regengeschützte, Scheune ist hervorragend geeignet, um Stroharten wie Weizenstroh oder Haferstroh zu trocknen. Das Stroh sollte hier mindestens zwei Wochen – idealerweise vier bis sechs Wochen – lagern, bevor es als Futter oder Einstreu für Pferde verwendet werden kann.

Fazit: Bei der Heu- und Strohernte wichtig ist gutes Wetter, eine professionelle Ernte mit Traktoren und Pressen sowie eine sorgfältige Trocknung in einer luftigen Scheune.